In einer überaus körperlichen Partie verlieren die Basketballer des 1. FC Kaiserslautern gegen die Wiha Panthers Schwenningen mit 64:83 (27:35). Gegen den Tabellenführer der 1. Regionalliga Südwest war zu keiner Zeit ein Kraut gewachsen. Die hin und wieder aufkeimenden Chancen auf ein Comeback unterband schlussendlich das Schiedsgericht an diesem Spieltag gekonnt. 

 

Zu Anfang des Spiels sah noch alles nach einer ausgeglichenen Partie aus. Die Roten Teufel begannen forsch und unbefangen und konnten auch eine Führung mit in die erste Viertelpause nehmen (19:16). In einer unübersichtlichen Aktion verloren die Lautrer leider schon früh ihren Spielmacher Japhet McNeil, der mit einer Zerrung den Rest des Spiels von der Bank aus verfolgen musste. Die Tabellenführer aus Schwenningen nutzten die Gunst der Stunde und drehten danach den Schalter auf Vollgas und konnten mit einem 11:0-Lauf (21:32) die Segel Richtung Sieg setzen. Unter den Körben und innerhalb der Zone war dabei ein Hauen und Stechen angesagt – und das wortwörtlich. Harte Schläge auf die Arme des Werfers gingen für die Schwenninger genauso durch wie herrenlose Ellenbogen, die ihr Ziel fanden. Über weite Strecken schien das Schiedsgericht an diesem Spieltag die Kontrolle über das Spiel zu verlieren. Das ein ums andere Mal fragten sich die Spieler beider Seiten, wozu das Schiedsgericht das Spiel an manchen Stellen unterbrach und an anderen nicht. Durch diese künstlich erzeugte Unruhe im Spielverlauf haben sich die Lautrer endgültig das Spiel aus der Hand nehmen lassen. Die Gäste agierten zu diesem Zeitpunkt routinierter und abgebrühter. Topscorer Darius Pakamanis (26 Pkt.) setzte dabei mit seinen Drei-Punkte-Würfen (6/9 3er) die entsprechenden Nadelstiche.

Kurz vor Schluss des Spiels konnten sich die FCKler noch einmal herankämpfen. Waldemar Nap (24 Pkt., 14 Reb.) drehte noch einmal auf und drei Minuten vor Schluss konnte der Rückstand, der teilweise bei über 20 Punkten stand, noch einmal auf 10 Punkte reduziert werden. Das Schiedsgericht verstand es allerdings, die Spannung elegant aus dem Spiel zu nehmen und schickte innerhalb weniger Aktionen drei Spieler des FCK mit ihrem jeweils 5. Fouls vom Feld. Am Ende gewannen die Panthers Schwenningen das Spiel durch ihre Abgebrühtheit und Routine aber verdient. Die Art und Weise, wie sich der FCK aus der Ruhe bringen ließ, zeigte den Zuschauern, dass es derzeit mit dem Selbstbewusstsein der Roten Teufel weit her ist.

Am kommenden Sonntag (25. März um 17:30 Uhr, Barbarossahalle) besteht aber schon wieder die Chance zur Wiedergutmachung. Mit dem MTV Kronberg kommt der Tabellennachbar nach Kaiserslautern.

 

So spielten sie: Nap (24), Hosszu (14), Erb (8), McNeil (8), Luyeye (6), Weihmann (4), Croom (0), Ellis (0), Herzog (0), Piechocki (0).

 

Kapitän Thomas Erb (14) musste an diesem Spieltag frühzeitig foulbelastet vom Feld.

 

Bericht: Dominik Fortmann

Foto: Michael Schmitt