Basketball: 1. FC Kaiserslautern verliert 86:95 gegen die SG Saarlouis-Roden/BBF Dillingen

Von Karsten Kalbheim
 
Der 1. FC Kaiserslautern unterlag am Sonntag der SG Saarlouis-Roden/BBF Dillingen mit 86:95 (47:47). Es war die erste Heimniederlage für die Mannschaft von Trainer Theo Tarver seit November 2016.

Die rund 350 Zuschauer in der Barbarossahalle bekamen im ersten Durchgang ein Spiel mit vielen Führungswechseln zu sehen. Keine der beiden Mannschaften vermochte sich auch nur ansatzweise abzusetzen. Das erste Glanzlicht des Tages zündete Lauterns Waldemar Nap, als er das Spielgerät zum 12:13 in die gegnerische Reuse stopfte. Auch den anschließenden Freiwurf verwandelte der Flügelspieler sicher.„Es war das erwartet temporeiche Spiel“, gab Lauterns Sportlicher Leiter Jan Christmann nach dem Spiel zu Protokoll. Beide Teams suchten schnell den Abschluss, was eindeutig zu Lasten der Trefferquote ging. Der FCK agierte in der Offensive oftmals zu hektisch. Die Folge waren unnötige Ballverluste und schlechte Wurfoptionen. Vor allem in unmittelbarer Korbnähe ließen die Gastgeber zu viele Punkte liegen.

Der kurioseste Treffer des Spiels ging auf das Konto von Maximilian Herzog, der aus vollem Lauf kurz vor der Dreierlinie abrupt abstoppte, keine Anspielstation fand, kurzerhand draufhielt und mit der ablaufenden Uhr im Nacken zum 16:16 (10.) traf. Im zweiten Viertel wurde es noch mal spektakulär, als Nap einen perfekt getimten Pass des sonst blassen Kevin Croom in der Luft abfing und in den gegnerischen Korb donnerte.

Am Ende standen 17 Punkte und elf Rebounds für den sprunggewaltigen 2,04-Meter-Mann zu Buche, der an der Freiwurflinie (9/9) nichts anbrennen ließ. Damit war er der effektivste Spieler bei den Roten Teufeln.

Besser traf beim FCK nur der ebenfalls sehr gut aufgelegte Gergely Hosszu (19). Auch Aufbauspieler Japhet McNeil (16), Aaron Ellis (15) und Croom (11) punkteten zweistellig. Die restlichen Spieler brachten es zusammen nur auf magere acht Pünktchen. Entlastung von der Bank? Fehlanzeige!

Das war zu wenig, um den Gästen auf Dauer Paroli bieten zu können. Vier Minuten nach der Pause, in denen Saarlouis fast alles und dem FCK so gut wie nichts gelang, führten die Lauterer auf die Verliererstraße. Die Gäste zogen durch einen 13:2-Lauf auf 60:49 (24.) davon und brachten diesen Vorsprung souverän über die Zeit.

Dass sich die unglücklichen Pfiffe aus Sicht der Westpfälzer jetzt häuften, stieß bei Spielern und Verantwortlichen auf Unverständnis, war allerdings nicht spielentscheidend. Beflügelt vom starken Ricky Easterling, der insgesamt 27 Punkte erzielte, ließ Saarlouis nichts mehr anbrennen und hielt die Lauterer erfolgreich auf Distanz (63:77/29.).

Als Nap zwei Freiwürfe zum 76:83 (36.) verwandelte, keimte noch einmal kurzzeitig Hoffnung bei den Rot-Weißen auf. Mit neun Punkten in Folge machten die „Sunkings“ dann jedoch alles klar. „Wir hatten 22 Ballverluste, das war zu viel“, stellte Tarver klar.
So spielten sie

1. FC Kaiserslautern: Hosszu (19), Nap (17), McNeil (16), Ellis (15), Croom (11), Herzog (5), Weihmann (3), Erb

Spielfilm: 8:7 (4.), 18:20 (9.), 26:26 (10.), 36:36 (16), 47:47 (20.), 49:60 (24.), 60:69 (28.), 76:83 (36.), 86:95 (40.) – Beste Spieler: Nap - Easterling – Zuschauer: 350 – Schiedsrichter: Montalbahn/Möhn.

Quelle:
Ausgabe: Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 236
Datum: Mittwoch, den 11. Oktober 2017
Seite: 21