Basketball: David Rotim bringt Fellbach auf die Siegerstraße – 1. FC Kaiserslautern verliert seinen Rhythmus und unterliegt mit 66:85

Von Karsten Kalbheim
 
Die Regionalliga-Basketballer des 1. FC Kaiserslautern konnten am Sonntag nicht an ihre starke Leistung vom Auftaktsieg gegen den MTV Stuttgart anknüpfen. Sie unterlagen bei Rewe Aupperle Fellbach nach schwacher zweiter Halbzeit mit 66:85 (30:33).

„Wir müssen uns steigern, um in Fellbach erfolgreich zu sein“, hatte Lauterns Sportlicher Leiter seiner Mannschaft mit auf den Weg ins Ländle gegeben. Bis auf Japhet McNeil (18 Punkte), Waldemar Nap (17) und Aaron Ellis (16) blieben bei den Roten Teufeln jedoch sämtliche Akteure unter Normalform. Dass die Mannschaft von Trainer Theo Tarver das Spiel bis zum Seitenwechsel offenhalten konnte, hatte sie in erster Linie ihrem treffsicheren Trio zu verdanken, das gemeinsam 51 der insgesamt 66 FCK-Punkte erzielte.Dass Kapitän Thomas Erb verletzungsbedingt in der Kabine bleiben musste, traf die Lauterer hart. Der Routinier, der beim Saisonauftakt gegen Stuttgart ein überragendes Spiel abgeliefert hatte, fehlte fortan als wichtiger Stabilisator. „In der ersten Halbzeit stimmte die Intensität, allerdings haben wir zu viele Punkte nach Schnellangriffen liegen lassen. Wenn wir die machen, liegen wir mit fünf bis zehn Punkten vorne“, analysierte Christmann.

Aufgrund diverser Nachlässigkeiten im Angriff sahen sich die Lauterer zur Pause stattdessen mit einem knappen Rückstand konfrontiert (30:33/20.). Beflügelt vom effektiven David Rotim, der innerhalb von nur 18 Minuten 19 Punkte, sieben Rebounds und eine Korbvorlage sammelte, rissen die Schwaben das Spiel im dritten Viertel an sich. Sie zogen, auch dank einer hohen Trefferquote von außen, innerhalb weniger Minuten über 40:32 auf 57:42 (27.) davon. Der 15-Punkte-Rückstand erwies sich als zu große Hypothek für die Westpfälzer, die das Spiel vor allem aufgrund ihrer miserablen Trefferquote (27/77) verloren. Die Schwaben versenkten jeden zweiten Wurf und entschieden auch das Rebound-Duell mit 38:30 zu ihren Gunsten. Mit Ronny Weihmann und Kevin Chroom hatte der FCK zwei Totalausfälle zu beklagen. Auch Kevin Luyeye und Gergely Hosszu standen neben den Schuhen.

„Fellbach ist im dritten Viertel heiß gelaufen, und wir haben nicht mehr unseren Rhythmus gefunden“, haderte Christmann, dessen Team es im nächsten Heimspiel mit der perfekt in die Saison gestarteten SG DJK Saarlouis-Roden/BBF Dillingen zu tun bekommt. Dann könnte auch Ex-Profi John Barber erstmals zum Kader gehören. Für ihn müsste allerdings sein Landsmann McNeil weichen, da nur ein US-Amerikaner auf dem Feld stehen darf. Ausgerechnet der war aber gegen Fellbach der mit Abstand beste Mann auf dem Platz. Keine leichte Aufgabe für Tarver.
So spielten sie

1. FC Kaiserslautern: McNeil (18), Nap (17), Ellis (16), Hosszu (5), Herzog, Luyeye (4), Erb (2), Liitig, Weihmann. Chroom.

Quelle:
Ausgabe: Die Rheinpfalz Pfälzische Volkszeitung - Nr. 231
Datum: Donnerstag, den 5. Oktober 2017
Seite: 21