Basketball: Volk hat Regionalligisten FCK verlassen, dafür ist Ellis dabei und Thomas zurück

Von Karsten Kalbheim

Basketball-Regionalligist 1. FC Kaiserslautern eröffnet die Spielzeit 2013/14 am Samstag (20 Uhr) mit einem Heimspiel gegen den MTV Gießen. Als Ziel haben sich die Roten Teufel, die alle Heimspiele in der Barbarossahalle austragen werden, einen Platz unter den ersten Vier gesetzt.„Die Liga ist noch sehr schwer einzuschätzen. Der SC Bergstraße und der BBC Horchheim haben sich gut verstärkt und Meisterschaftsambitionen formuliert, Vizemeister Kassel wird ebenfalls wieder stark sein“, erläutert Lauterns Trainer Jan Christmann.Sechs Spieler haben den Vorjahres-Fünften verlassen. Am schwersten zu kompensieren sein dürfte der Abgang von 2,04-Meter-Mann Timo Volk, der nun zwei Klassen höher, beim ProB-Zweitligisten Weißenhorn, auf Korbjagd geht. Flügelspieler Genc Sefaja zog es zum USC Heidelberg, Andreas Simgen, Adrian Randall, Jan Klankert und Daniel Abel stehen aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.

McKinley Bethea, der sich gegen Ende der letzten Saison schwer verletzte, spielt vorerst keine Rolle mehr, da sich die Roten Teufel dazu entschieden haben, die einzige Ausländerposition mit Rückkehrer Cedric Thomas zu besetzen. Der 29-jährige US-Amerikaner, der bereits in der Spielzeit 2011/12 das FCK-Trikot trug, gilt als ausgezeichneter Dreier-Schütze und ist auf den kleinen Positionen variabel einsetzbar. Bei den Baskets Völklingen (1. Regionalliga) zählte der Wirbelwind letztes Jahr zu den Leistungsträgern, erzielte im Schnitt rund 20 Punkte pro Spiel und hielt eine große Aktie am Klassenerhalt. Thomas ist ein Spieler, der aufgrund seiner individuellen Klasse eine Partie im Alleingang entscheiden und in knappen Spielen den Unterschied machen kann. Kurzum ein Spieler, der den Roten Teufeln in der letzten Saison gefehlt hat. „Cedric ist ein ausgezeichneter Schütze und bringt sehr viel Erfahrung mit. Durch ihn wird unser Spiel noch schneller, und wir haben im Angriff mehr Optionen“, betont Christmann.

Durch die Verpflichtung von 2,05-Meter-Hüne Aaron Ellis, der unter anderem für die renommierte Wichita State Universität spielte, erhoffen sich die Barbarossastädter nicht nur Vorteile im Kampf um den Rebound, sondern vor allem deutlich mehr Präsenz unter den Körben. „Aaron geht dahin, wo es wehtut“, weiß Christmann, der große Stücke auf den ehemaligen FCK-Jugendspieler hält. „Aaron wird mit krachenden Dunkings und spektakulären Blocks mit Sicherheit für das ein oder andere Highlight sorgen.“

Gemeinsam mit den etablierten Spielern wie Johannes Münch, Yannick Schulze, Ronny Weihmann, Mirko Damjanovic und Thomas Erb sollen die beiden Neuzugänge dafür sorgen, dass sich der FCK im oberen Tabellendrittel etabliert. Tim Baker-Schreyer, Jeremy Bormann und Nachwuchsspieler aus der zweiten Mannschaft komplettieren den Regionalliga-Kader.

„Wir haben in der Vorbereitung fast nur gegen höherklassige Mannschaften gespielt. Das Highlight war mit Sicherheit der 98:78-Erfolg gegen Heidelberg II“, sagt Christmann, dessen Team gegen Gießen vor einer kniffligen, aber lösbaren Aufgabe steht.


Quelle:
Verlag: DIE RHEINPFALZ
Publikation: Pfälzische Volkszeitung
Ausgabe: Nr.219
Datum: Freitag, den 20. September 2013
Seite: Nr.20
"Deep-Link"-Referenznummer: '91_14575072'
Präsentiert durch DIE RHEINPFALZ Web:digiPaper