Am vergangenen Sonntag spielte die u18 der FCK Baskets in Mainz um die Rheinland-Pfalz Meisterschaft. Aus dem Rheinland kamen die Mannschaften aus Koblenz und Trier, um den prestigeträchtigen Titel zu gewinnen und sich somit für die Oberliga Meisterschaft zu qualifizieren.

Das Turnier entwickelte sich zu einem höchst dramatischen Ereignis. Nachdem die jungen Korbjäger des FCK beim letzten Turnier noch eine schmerzhafte Niederlage gegen Mainz einstecken mussten, gelang am Sonntag die Revanche. Von Anfang an schenkten sich die beiden Teams keinen Zentimeter. Nach den ersten zehn Minuten hatte sich keine der beiden Mannschaften absetzen können. Im Zweiten Viertel griff dann die bärenstarke Zonenverteidigung der Roten Teufel. Vor allem Mathias Groh pflückte die Bälle aus der Luft und sammelte so einen Block nach dem anderen. So konnte eine 22:16 Halbzeitführung gesichert werden. Im weiteren Spielverlauf erhöhte Mainz den Druck auf die Verteidigung, doch der FCK erzwang Ballverluste und konnte diese per Schnellangriff in Punkte ummünzen. Nils Gesmann überzeugte auf beiden Seiten des Spielfeldes. Durch gute Defensive und Nadelstiche in der Offensive war er einer der tragenden Säulen des Sieges.

Nach dem großartigen Auftaktsieg gegen die Gastgeber hatte der FCK-Nachwuchs zwei Spiele Pause, bis sie selbst wieder in das Geschehen eingreifen konnten. Inzwischen konnte Koblenz einen Sieg mit dem letzten Wurf feiern, verlor dann jedoch knapp gegen erstarkte Mainzer.

Die Pause schien zu lange für den Nachwuchs des 1.FC Kaiserslautern, denn schnell kamen sie unter die Räder der stark aufspielenden Trierer. Es konnte nicht an die gute Leistung im ersten Spiel anknüpft werden. Dies hatte zur Folge, dass die Roten Teufel zur Pause schon mit 20 Punkten zurücklagen. Nach der Pause spielten sich die Bankspieler in den Vordergrund. Khalid Anthony und Eric Santiago zeigten mit ihrer Hartnäckigkeit in der Verteidigung und ihrer Passgenauigkeit im Angriff der Starting Five wie man gegen dieses Trier agieren muss. Jonah Engel war ein weiterer Spieler, der dem Gegner die Stirn bot, doch näher an den Sieg kam man nicht mehr.

Die Ausgangslage nach dieser Niederlage war klar. Alle Mannschaften hatten einen Erfolg auf ihrem Konto. Bei einem Sieg würde sich die Mannschaft für die Oberliga Meisterschaften qualifiziert, bei einer Pleite wäre die Saison vorbei.

Der Show-Down begann sehr nervös. Koblenz wie der FCK wollten keine Fehler machen, denn jeder Fehler konnte der Entscheidende sein. Nach einem fahrigen ersten Viertel führte der FCK mit einem Punkt. Im zweiten Viertel begannen die jungen Schützlinge dem Spiel ihren Stempel aufzudrücken, doch immer wieder verlegten sie die einfachsten Korbleger und verpassten so einen Puffer zum Verfolger aufzubauen. Mit einer 4-Punkte-Führung ging es in das dritte Viertel. In diesem dominierte zu Anfang der Center der Gegner. Der zwei Meter große Hüne konnte seinen Vorteil unter dem Korb sehr gut nutzen. Durch eine taktische Umstellung gelang es dann ihn zu kontrollieren. Besonders Niklas Geßner erledigte seinen Job vorzüglich und hielt ihn aus dem Gefahrenbereich heraus. So konnte das Viertel ausgeglichen gestaltet werden. Hierfür waren genauso David Robinson und Daniel Winter verantwortlich, die im Angriff mit schönen Einzelaktionen einfache Punkte ermöglichten. Im letzten Viertel ging es um die Wurst, Do or Die, Top oder Flop. In der hart Umkämpften Crunch-Time ging es heiß her. Eine Minute vor Schluss führte Koblenz mit zwei Punkten. Doch nach einer wunderschönen Vorlage von Jannis Dietz auf Dennis Nickolaus, der von außen eiskalt versenkte, war die Führung wiederhergestellt. In den letzten Sekunden entschied der Spielführer, Lars Gesmann, der ein hervorragendes Turnier spielte, mit einem Defensiv-Rebound, einem Offensiv-Rebound und einem anschließendem AND ONE das Spiel höchstpersönlich. Der Sieg war in trockenen Tüchern.

Dieser wichtige Erfolg sicherte den Einzug in die nächste Runde. Ob der FCK diese nun als Rheinland-Pfalz Meister oder als Vize-Rheinland-Pfalz erreichen würde, entschied sich im letzten Spiel des hochklassigen Turniers. In diesem hätte Mainz gewinnen müssen damit der FCK das Turnier als Sieger beendet. Doch Trier hatte in einem spannenden Spiel das bessere Ende und gewann dieses mit einem Punkt.

„Die Jungs haben heute zwei Seiten gezeigt, zum Glück zweimal ihre Bessere“, fasste Coach Duke das Turnier zusammen. Weiter lobte er sein Team: „Wir haben gezeigt, dass wir Niederlagen wegstecken und auch gegen körperlich stärkere Gegner gewinnen können. Besonders die Steigerung zum letzten Turnier hat mich sehr gefreut.“ Weiter lobte er den Sieger Trier und gab einen Ausblick auf das nächste Turnier: „Trier hat uns eine Aufgabe gestellt, die wir im Spiel nicht lösen konnten, jetzt haben wir Zeit um Lösungsansätze zu finden, um dann im Saarland zu siegen.“

 

Bericht: Max Herzog