Basketball: Koblenz knöpft Kaiserslautern die Zähler ab – Schwenningen steigt auf, Heidelberg ab, FCK Neunter

Von Karsten Kalbheim

Der 1. FC Kaiserslautern hat sich am Samstag mit der dritten Niederlage in Folge von seinen Fans verabschiedet. Beim 63:87 (25:43) gegen die Conlog Baskets Koblenz liefen die Roten Teufel von Beginn an einem Rückstand hinterher und mussten sich klar geschlagen geben.

Als Spielmacher Japhet McNeil das 4:2 (2.) erzielte, lagen die Westpfälzer zum ersten und letzten Mal in Front. Von nun an spielte nur noch eine Mannschaft: Koblenz. Die Gastgeber, die durch den Sieg Platz drei verteidigten, wollten sich unbedingt mit einem Sieg von ihren Fans verabschieden und drückten von Anfang an aufs Tempo. Die Baskets verteidigten mit sehr viel Biss und zogen bis zum Ende des ersten Viertels auf 27:8 (10.) davon. „Wenn Koblenz sich immer so präsentiert hätte wie in den vergangenen Wochen, wäre es ein spannender Kampf um die Meisterschaft geworden“, gab Lauterns Sportlicher Leiter Jan Christmann zu Protokoll. Die mit hohen Erwartungen in die Saison gestarteten Gastgeber haben ihr Ziel, den Aufstieg in die Zweite Bundesliga ProB, klar verpasst. Zehn Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Schwenningen sprechen eine deutliche Sprache. Das Team vom Deutschen Eck ließ viele Punkte liegen, die im Kampf um die Meisterschaft fest eingeplant waren. So auch im Hinspiel beim FCK, der ausgerechnet gegen den selbst ernannten Titelkandidaten seine neun Spiele währende Niederlagenserie beendete und den Ambitionen der Baskets einen von vielen Dämpfern verpasste.

Vielleicht hätten sich die Roten Teufel nach dem schwachen ersten Viertel noch ein wenig mehr ins Zeug gelegt, wenn es für sie beim Saisonfinale noch um etwas gegangen wäre. Der seit dem vorletzten Spieltag feststehende Klassenerhalt schien die Gäste eher zu lähmen, als zu beflügeln. „Wir haben uns gegen die lange Garde der Koblenzer achtbar geschlagen“, fand Christmann ob des nur knapp verlorenen Rebound-Duells.

Dass sein Team vor dem Seitenwechsel zu viele Fahrkarten schoss, war nicht von der Hand zu weisen (25:48/20.). Die insgesamt 26 Ballverluste sprachen dafür, dass es dem FCK an der nötigen Konzentration fehlte, um beim Tabellendritten noch etwas zu reißen. Die Hausherren hatten das Spiel voll im Griff und bauten ihre Führung auf 60:35 (28.) aus. Spätestens jetzt konnte es für die Gäste nur noch darum gehen, die Niederlage in einem erträglichen Rahmen zu halten, was dank einer kollektiven Leistungssteigerung im letzten Abschnitt auch gelang. Den entschieden die Roten Teufel mit 23:15 zu ihren Gunsten und wendeten das drohende Debakel auf den letzten Drücker ab.

Spannender als in Koblenz ging es im Tabellenkeller zu, wo am letzten Spieltag noch fünf Mannschaften um den Klassenerhalt zittern mussten. Am Ende erwischte es den USC Heidelberg II, der gegen die vier punktgleichen Mannschaften vor sich im direkten Vergleich das Nachsehen hatte.

„So etwas gab es noch nie“, betonte Christmann, dessen Team die Saison trotz der dritten Niederlage in Folge auf Rang neun beschloss. Bester Schütze im letzten Spiel des Jahres war McNeil mit 19 Punkten.

So spielten sie

1. FC Kaiserslautern: McNeil (19), Nap (10), Sefaja (10), Hosszu (7), Erb (7), Croom (4), Leis (3), Luyeye (2), Wallney (1), Herzog.


Quelle:
Ausgabe: Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung - Nr. 80
Datum: Dienstag, den 4. April 2017
Seite: 20