Basketball: 1. FC Kaiserslautern will Klassenerhalt mit Sieg gegen USC Heidelberg II endgültig sichern

Von Karsten Kalbheim

Die Korbjäger des 1. FC Kaiserslautern benötigen noch einen Sieg, um den Klassenerhalt in der Ersten Basketball-Regionalliga Südwest vorzeitig unter Dach und Fach zu bringen. Die Gelegenheit, am Sonntag (16.30 Uhr) beim Tabellenvorletzten USC Heidelberg II alles klarzumachen, scheint günstig zu sein.

Dass die Roten Teufel eines der heißesten Teams im Südwesten sind, sollen morgen auch die Neckarstädter zu spüren bekommen. Mit acht Siegen aus den jüngsten elf Partien hat sich das Team von Theo Tarver vom letzten Platz auf Rang sieben vorgearbeitet. Nur Spitzenreiter Schwenningen hat mehr Siege geholt. Dass drei Spieltage vor Schluss noch acht Mannschaften um den Klassenerhalt bangen, ist außergewöhnlich.Zu den vom Abstieg bedrohten Teams zählt auch der 1. FC Kaiserslautern, der als Tabellensiebter aber nur rein theoretisch noch durchgereicht werden könnte. Denn selbst wenn er kein Spiel mehr gewinnen sollte, müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn er am Ende unter dem Strich stünde. Schlusslicht Saarlouis (14 Punkte), das sechs Punkte hinter dem FCK (20) liegt, müsste die letzten drei Spiele gewinnen, um mit den Lauterern gleichzuziehen. Wegen des direkten Vergleichs stünden die Saarländer dann vor den Barbarossastädtern. Von den sechs Mannschaften, die in der Tabelle zwischen dem FCK und Saarlouis liegen, müssten dann fünf aus den letzten drei Spielen jeweils zwei Siege holen, um den ehemaligen Zweitligisten ans Tabellenende zu manövrieren. „Wir wollen in Heidelberg die letzten rechnerischen Zweifel beseitigen. Gegen eine defensivstarke Mannschaft, die noch Siege für den Klassenerhalt braucht, wird es genauso schwer zu gewinnen, wie gegen ein Topteam“, warnt Lauterns Sportlicher Leiter Jan Christmann davor, das Spiel beim Vorletzten auf die leichte Schulter zu nehmen.

Dass sich die Reserve des ambitionierten ProA-Zweitligisten MLP Academics Heidelberg vortrefflich darauf versteht, den Korb zu vernageln, bekamen die Lauterer beim 57:58 im Hinspiel zu spüren. Bis auf Kevin Luyeye punktete kein FCK-Spieler zweistellig. Dass der USC II akut vom Abstieg bedroht ist, obwohl er im Schnitt die wenigsten Punkte aller Südwest-Regionalligisten zulässt, ist nur auf den ersten Blick paradox. Die Mannschaft um den zweitligaerfahrenen Center Niklas Ney stellt nämlich nicht nur die beste Abwehr, sondern mit 61 Punkten pro Spiel auch die schwächste Offensive der Liga.

„Heidelberg ist defensiv sehr gut organisiert. Wir müssen den Ball gegen die Zone gut bewegen und wie in den letzten Spielen aufs Tempo drücken“, nennt Christmann mögliche Schlüssel. Richtig gut in Form präsentierte sich beim FCK in den vergangenen Wochen Gergely Hosszu. Hinter seinem Einsatz steht nach dem heftigen Zusammenstoß mit dem Ex-Lauterer Ronny Weihmann im Spiel gegen Speyer aber noch ein großes Fragezeichen. Wieder mit an Bord ist dafür Genc Sefaja, der letztes Jahr noch in Heidelberg unter Vertrag stand.


Quelle:
Ausgabe: Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung - Nr. 66
Datum: Samstag, den 18. März 2017
Seite: 23