Basketball: 1. FC Kaiserslautern klettert nach 83:66-Sieg über TV Langen auf einen einstelligen Tabellenplatz

Von Karsten Kalbheim

Der 1. FC Kaiserslautern hat seinen Lauf in der Ersten Regionalliga Südwest am Sonntag fortgesetzt und gegen den TV Langen den dritten Sieg in Folge eingefahren. Beim 83:66 (37:33) waren die Roten Teufel jederzeit Herr der Lage und siegten auch in der Höhe verdient.

Die Erfolgsserie schlägt sich inzwischen auch tabellarisch nieder. Die Mannschaft von Theo Tarver hat die Abstiegszone verlassen und belegt erstmals seit geraumer Zeit wieder einen einstelligen Tabellenplatz. Da von den Mannschaften hinter dem FCK nur der USC Heidelberg II erfolgreich war, sind die Roten Teufel der Gewinner des Spieltags. „Noch ist alles sehr eng beisammen. Wir benötigen noch drei Siege, um wirklich sicher zu sein“, trat Lauterns Sportlicher Leiter Jan Christmann auf die Euphoriebremse. Wohl wissend, dass die aktuelle Platzierung nicht mehr als eine schöne Momentaufnahme ist. Immerhin: Der Vorsprung auf Schlusslicht SG Saarlouis-Roden/BBF Dillingen beträgt schon vier Punkte.Das ist zwar kein Ruhekissen, aber wenn es bei einem Absteiger bleiben sollte, zumindest ein kleiner Puffer. Der wichtige Sieg gegen Langen, das als Tabellensiebter jetzt nur noch einen Punkt vor den Westpfälzern liegt, hatte viele Väter. Allen voran Waldemar Nap und Kevin Luyeye. Während Nap sich mit 15 Punkten und 14 Rebounds ein Double-Double sicherte, bestach Topscorer Luyeye durch eine hohe Trefferquote von außen (3/5). Am Ende standen 18 Punkte für den Allrounder zu Buche. Damit war er der beste Schütze beim FCK. Auch Japhet McNeil (17), Gergely Hosszu (12) und Genc Sefaja (10) trafen zweistellig. „Man hat heute gesehen, dass das Selbstvertrauen wieder da ist. In Anbetracht der Ausgeglichenheit der Liga ist das ein wichtiger Faktor“, sah Tarver die jüngsten Erfolgserlebnisse als wichtige Triebfeder für den couragierten Auftritt seiner Mannschaft.

Die Überrumpelungstaktik der Rot-Weißen, in den ersten zehn Minuten alles nach vorne zu werfen und den Gegner zu überrennen, hatte Erfolg. Wie bei den jüngsten Siegen gegen Fellbach und in Tübingen trafen die Lauterer in den ersten Spielminuten hochprozentig und verteidigten stark (15:4/6.). Nach einem Treffer des gut aufgelegten McNeil stand zu Beginn des zweiten Viertels eine zweistellige Führung zu Buche (28:17/12.). Wenn es in dieser Phase etwas zu kritisieren gab, dann höchstens die schwache Freiwurfquote (8/17). Langen profitierte von der sinkenden Trefferquote und kam nach Ballgewinnen zu einfachen Punkten. Die 37:33-Halbzeitführung des FCK hätte deutlich höher ausfallen können.

Die rund 300 Zuschauer in der Barbarossahalle bekamen kurzzeitig einen offenen Schlagabtausch zu sehen (46:41/25.), ehe Luyeye und Co. zum entscheidenden Lauf ansetzten und einen 16:3-Zwischenspurt zum 62:44 (30.) aufs Parkett legten. Bezeichnend für den etwas glücklosen Auftritt von TVL-Ass Preston Ross waren zwei Dunking-Versuche, die der US-Amerikaner an den Ring setzte. Wie es richtig geht, demonstrierte Nap, der es zweimal ordentlich krachen ließ und mit drei blitzsauberen Blocks zur Stelle war.

So spielten sie

1. FC Kaiserslautern: Luyeye (18), McNeil (17), Nap (15), Hosszu (12), Sefaja (10), Erb (6), Croom (3), Schulze (2), Bolton, Leis, Wallney - Spielfilm: 15:4 (6.), 23:16 (10.), 28:17 (12.), 37:33 (20.), 44:37 (23.), 58:44 (28.), 72:51 (35.), 83:66 (40.) - Beste Spieler: Nap, Luyeye, Hosszu, McNeil - Beuschlein, Ross - Zuschauer: 285 - Schiedsrichter: Lukaszyk/Hundrieser.


Quelle:
Ausgabe: Die Rheinpfalz - Pfälzische Volkszeitung - Nr. 38
Datum: Dienstag, den 14. Februar 2017
Seite: 20